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Nepal: Nothilfe nach verheerenden Fluten

Nothilfe
Nepal

Eine verheerende Flut aus Eis, Schlamm und Geröll hat im Norden Nepals ganze Dörfer zerstört und zahlreiche Menschenleben gefordert. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Handicap International (HI) bereitet Nothilfe-Maßnahmen vor, um die betroffene Bevölkerung schnell zu unterstützen, unter anderem mit dringend benötigten Hilfsgütern wie Decken, Kleidung, Küchenutensilien und Seife. Sie sollen zunächst an rund hundert besonders betroffene Haushalte verteilt werden.

Eine schlamm-bedeckte Frau wird mit einem Bagger aus den Fluten gerettet.

Die mächtige Sturzflut hat an der Grenze von Nepal und Tibet ganze Dörfer weggerissen. | © PRAKASH MATHEMA / AFP

Ganze Dörfer und wichtige Infrastruktur zerstört

„Wir bereiten derzeit den Einsatz unseres Nothilfeteams vor. Es soll Krankenhäuser bei der Versorgung der vielen Verletzten unterstützen. Außerdem wollen wir rund hundert Mobilitätshilfen wie Gehstöcke, Krücken und Rollstühle an Menschen verteilen, die sie dringend benötigen", erklärt Rajesh Chandra, Leiter des Nepal-Programms von Handicap International.

„Unsere Nothilfe muss inklusiv sein. Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen und andere besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen müssen von Anfang an mitgedacht und gezielt unterstützt werden", so Chandra weiter.

Entlang des Bhote-Koshi-Flusses an der Grenze zwischen Nepal und Tibet hat eine gewaltige Flutwelle schwere Verwüstungen angerichtet. Ausgelöst wurde sie möglicherweise durch einen Erdrutsch oder eine Eislawine. Die Flut zerstörten wichtige Infrastruktur wie z.B. Wasserkraftwerke.

Nach vorläufigen Angaben kamen mehr als 160 Menschen ums Leben, rund 100 wurden verletzt und fast tausend Menschen werden noch vermisst. Die tatsächliche Zahl der Opfer könnte weiter deutlich steigen.

Das bergige Gelände und die massiven Schäden an Straßen und Infrastruktur erschweren die Rettungsarbeiten erheblich. Einige der besonders stark betroffenen Gebiete sind weiterhin von der Außenwelt abgeschnitten.

„Die Bilder, die uns aus den Katastrophengebieten erreichen, sind erschreckend. Die Flut kam mit enormer Wucht und riss alles mit sich. Straßen sind durch Schlamm und Geröll unpassierbar, einige Gebiete können auf dem Landweg überhaupt nicht mehr erreicht werden. Davon sind auch mehrere Gesundheitszentren und zwei Krankenhäuser betroffen. In den Distrikten Rasuwa, Nuwakot und Dhading besteht zudem weiterhin die Gefahr weiterer Erdrutsche und Gebäudeeinstürze“, berichtet Rajesh Chandra.

Tausende Menschen mussten vor den Fluten fliehen und ihre Häuser und persönlichen Besitztümer zurücklassen. Nach Angaben der nepalesischen Behörden benötigen mehr als 10.000 Haushalte dringend Unterstützung.

Handicap International hilft vor Ort mit psychologischer Unterstützung und Reha

Handicap International ist seit mehr als 25 Jahren in Nepal tätig und verfügt über langjährige Erfahrung in der Katastrophenhilfe und im Wiederaufbau. Nach der Flutkatastrophe bat das nepalesische Gesundheitsministerium HI um Unterstützung bei der Rehabilitation verletzter Menschen und bei der psychologischen Betreuung der Betroffenen.

Ein Team von HI wird außerdem die Gesundheitsversorgung in den betroffenen Gebieten unterstützen. Gerade unmittelbar nach einer Katastrophe ist eine schnelle medizinische Versorgung entscheidend, um Verletzte bestmöglich zu behandeln und langfristige Beeinträchtigungen zu vermeiden.

Auch psychologische Unterstützung ist Teil der geplanten Nothilfe. Sie soll Menschen dabei helfen, die traumatischen Erlebnisse der Katastrophe zu verarbeiten.

Darüber hinaus stehen lebensnotwendige Hilfsgüter wie Decken, Kleidung, Küchenutensilien und Seife bereit. Sie sollen zunächst an rund hundert besonders betroffene Haushalte verteilt werden – darunter Familien, die durch die Flut ihr Zuhause und einen Großteil ihres Besitzes verloren haben.

27 August 2026
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