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Der Bericht der Action on Armed Violence zum Einsatz von Explosivwaffen zeigt die verheerenden Folgen für die Zivilbevölkerung auf.

Malak wurde Opfer eines Bombenangriffs

Malak wurde Opfer eines Bombenangriffs und ihr musste das linke Bein amputiert werden. | © E. Fourt / Handicap International

  • Action on Armed Violence (AOAV) ist Mitglied des International Network on Explosive Weapons INEW, einer von Handicap International mitgegründeten Koalition aus NGOs, die gegen den Einsatz von Explosivwaffen in bewohnten Gebieten eintritt.
  • Am 15. Mai veröffentlichte die AOAV ihren 6. Jahresbericht zum Einsatz von Explosivwaffen.
  • Diese haben verheerende Folgen für die Zivilbevölkerung in den heutigen bewaffneten Konflikten, etwa in Afghanistan, Irak, Syrien, in der Ukraine, im Jemen usw.
  • Nach dem neuesten Bericht wurden 2016 45.624 Menschen durch Explosivwaffen getötet oder verletzt; 70 Prozent der Opfer waren Zivilpersonen.
  • Beim Einsatz von Explosivwaffen in bewohnten Gebieten machen Zivilpersonen 92 Prozent der Opfer aus.

 

„Ob im Irak, in Syrien oder im Jemen: 92 Prozent der Opfer von Explosivwaffen in bewohnten Gebieten sind Zivilpersonen“, mahnt Anne Héry, Leiterin Advocacy und institutionelle Beziehungen bei Handicap International.

„In wahllosen, teilweise sogar absichtlich herbeigeführten Artilleriegefechten und Bombardierungen wurden 2016 über 30.000 Zivilpersonen getötet. Das ist die ganze erschreckende Wahrheit der heutigen bewaffneten Konflikte. Die Konfliktparteien müssen die internationalen Menschenrechte einhalten und die Zivilbevölkerung besser vor den verheerenden Folgen des Einsatzes solcher Waffen schützen. Die internationale Gemeinschaft muss sich dringend für eine politische Verpflichtung stark machen.“

Kampagne von Handicap International gegen die Bombardierung der Zivilbevölkerung

Seit einigen Monaten führt Handicap International eine Kampagne durch, um den Einsatz von Explosivwaffen in bewohnten Gebieten anzuprangern. Leider ist dieses barbarische Vorgehen in den heutigen bewaffneten Konflikten weit verbreitet, etwa in Syrien, Afghanistan, im Jemen, in der Ukraine usw. 92 Prozent der Opfer sind Zivilpersonen.
Der Einsatz von Explosivwaffen in bewohnten Gebieten bringt den Tod und verursacht viel Leid und schwere Verletzungen (Verbrennungen, offene Wunden, Knochenbrüche usw.). Er führt zu Behinderungen und seelischen Traumata. Explosivwaffen zwingen die Bevölkerung zur Flucht und zerstören lebenswichtige Infrastrukturen wie Wohnsiedlungen, Schulen und Krankenhäuser.
Bei einem Angriff explodiert jedoch nur ein bestimmter Prozentsatz dieser Waffen, sodass sie auch lange nach den Kämpfen eine ständige Bedrohung für die Zivilbevölkerung darstellen. Solche Sprengkörperreste gefährden die Rückkehr der Bevölkerung in ihre Wohnquartiere nach dem Angriff oder dem Konfliktende.

Helfen Sie mit und unterzeichnen Sie unsere Petition gegen den Einsatz von Bomben auf Wohngebiete!

 

23 Mai 2017
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