Co-Preisträgerin Friedensnobelpreis

Welttag der Katastrophenvorsorge

Nothilfe
Haiti

Bereits seit 20 Jahren hilft HI in vielen Ländern bei der Vorbereitung auf Naturkatastrophen. Da extreme Wetterereignisse aufgrund des Klimawandels immer mehr zunehmen, wird auch die Vorsorge immer wichtiger. Unsere Teams schulen Behörden, wie sie Risiken erkennen und wie sie Menschen mit Behinderung und andere besonders Schutzbedürftige in Notfallpläne besser integrieren können. So wie beispielsweise in Haiti, wo wir dafür sorgen, dass Notunterkünfte barrierefrei gestaltet werden. Außerdem wurde spezielle Technik zur Verfügung gestellt, damit Hurrikans und Wirbelstürme besser vorausgesagt werden.

Übungsmaßhahme zur Katastrophenvorsorge in Haiti

Übungsmaßhahme zur Katastrophenvorsorge in Haiti | © J. Claudel Pierre Jeanty/HI

Menschen mit Behinderung sind besonders gefährdet

Insbesondere Menschen mit Behinderung sind im Katastrophenfall einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Untersuchungen des Büros der Vereinten Nationen für Katastrophenvorsorge (United Nations Office for Disaster Risk Reduction) zeigen, dass weltweit nur einer von fünf Menschen mit Behinderung im Katastrophenfall sicher evakuiert werden kann. 75% der Menschen mit Behinderung sind nach einer Katastrophe von der humanitären Hilfe ausgeschlossen und nur 17% der Menschen mit Behinderung wissen im Vorhinein über die Katastrophenschutzmaßnahmen ihrer Gemeinden Bescheid. Wir unterstützen betroffene Regionen deshalb mit rund 25 Projekten in 16 Ländern bei der inklusiven Katastrophenvorsorge. Darüber hinaus schulen wir andere humanitäre Akteure darin, wie sie schutzbedürftige Menschen in die Schutzmaßnahmen miteinbeziehen können.

Inklusive Katastrophenvorsorge in Haiti

Eines unserer Modellprojekte befindet sich im Nordwesten Haitis. Hier beraten wir regionale Behörden und Evakuierungsteams darin, wie sie die Bedürfnisse von besonders schutzbedürftigen Personen wie Menschen mit Behinderung, Kindern oder älteren Menschen besser berücksichtigen können, ihnen notwendige Informationen und Hilfe zukommen lassen und wie sie Notunterkünfte barrierefrei gestalten können. Im Rahmen des Projekts werden regionale Behörden außerdem bei der Vorbereitung auf die aktuelle Wirbelsturm-Saison 2020 unterstützt: Dem regionalen Notfallzentrum wurde neue Technik zur Überwachung der Wetterentwicklungen bereitgestellt. Ziel ist es, Risiken möglichst schnell zu erkennen und entsprechend zu reagieren.

Gefördert wird das Projekt von

13 Oktober 2020
Einsatz weltweit:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Libanon: ein Leben auf der Flucht
© T. Mayer / HI
Nothilfe

Libanon: ein Leben auf der Flucht

Samir hatte einen Traum: ein Zuhause für seine Familie, ein Stück Land, von dem er leben kann, und einen Bauernhof, den er an seine Kinder weitergibt. Jahrzehntelang hat er dafür gearbeitet. Heute ist davon nichts mehr übrig. Seine Familie wird immer wieder vom Krieg vertrieben und sie leben dicht gedrängt in einer Notunterkunft. Mobile Teams von HI versorgen seine kranken Söhne.

Nepal: Langfristige Hilfe nach der Sturzflut
© HI
Nothilfe

Nepal: Langfristige Hilfe nach der Sturzflut

Nach den schweren Überschwemmungen in Nepal ist unser Team vor Ort und unterstützt Menschen, die alles verloren haben, vor allem Verletzte, Menschen mit Behinderungen und Kinder. Im Mittelpunkt stehen dringende Reha-Maßnahmen und psychosoziale Unterstützung für die unzähligen traumatisierten Menschen. Zudem konnten wir bereits Rollstühle und Krücken an die Bedürftigsten verteilen.

Nothilfe Nepal: HI kümmert sich um besonders gefährdete Menschen
© H
Nothilfe

Nothilfe Nepal: HI kümmert sich um besonders gefährdete Menschen

Einige Tage nach den verheerenden Überschwemmungen in Nepal ist die Lage weiterhin dramatisch. Fast 1.000 Menschen sind ums Leben gekommen, mehr als 4.400 werden vermisst. Viele Regionen sind noch immer schwer zugänglich. Unsere Nothilfe-Teams sind vor Ort, verteilen Hygiene-Sets, kümmern sich um verletzte und behinderte Menschen und unterstützen die Traumatisierten psychologisch.