Co-Preisträgerin Friedensnobelpreis

 

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Nach dem Erdbeben erhalten Menschen in Haiti Hygiene-Kits Nach dem Erdbeben erhalten Menschen in Haiti Hygiene-Kits Nach dem Erdbeben erhalten Menschen in Haiti Hygiene-Kits Nach dem Erdbeben erhalten Menschen in Haiti Hygiene-Kits

© F.Roque/HI

 

Nach­haltig­keit

 

HI setzt sich dafür ein, die negativen Auswir­kungen des Klima­wandels auf gefährdete und ausgegrenzte Bevölkerungs­gruppen weltweit zu verringern. Außerdem soll der öko­logische Fuß­abdruck verringert werden.

 
 

Handicap International gegen den Klimawandel

Der Klimawandel verschärft weltweit humanitäre Krisen. Gleichzeitig tragen auch Hilfseinsätze selbst zum CO₂-Ausstoß bei. Handicap International (HI) übernimmt Verantwortung und arbeitet daran, die eigenen Aktivitäten so nachhaltig wie möglich zu gestalten.

  • Seit 2020 misst und reduziert HI systematisch die eigenen Emissionen, passt Programme an die Folgen der Klimakrise an und berichtet transparent über Fortschritte. An Standorten in rund 60 Ländern setzen wir konkrete Maßnahmen zum Energiesparen und zur CO₂-Reduktion um.
     
  • Gleichzeitig unterstützt HI besonders gefährdete und ausgegrenzte Menschen dabei, sich besser auf die bereits spürbaren Folgen des Klimawandels vorzubereiten – etwa durch Maßnahmen der Katastrophenvorsorge.
     
  • Darüber hinaus engagiert sich HI gemeinsam mit anderen Organisationen für klimafreundlichere humanitäre Hilfe. Im Konsortium C.H.A.N.G.E analysieren zehn NGOs den CO₂-Fußabdruck humanitärer Maßnahmen mit dem Ziel, deren Auswirkungen auf das Klima langfristig zu verringern.
  • 2021 trat HI außerdem der Umweltcharta des International Red Cross and Red Crescent Movement bei – zusammen mit über 400 Hilfsorganisationen und 13 Staaten. Damit unterstreichen wir unser Engagement für Umwelt- und Klimaschutz im humanitären Bereich.

Minen und Umwelt: Wir schützen die Artenvielfalt in Kolumbien

Minen sind nicht nur eine Gefahr für die Menschen, sondern verschmutzen den Boden und bedrohen die heimische Artenvielfalt. Das möchten wir verhindern! In Kolumbien räumen wir nicht nur Minen und Blindgänger, sondern engagieren uns auch für die Umwelt. So pflanzen wir nach der Räumung z.B. Obstbäume und klären die Bevölkerung über Umweltschutz auf. weiterlesen

Zwei Mitarbeitende von HI knien auf dem Waldboden und pflanzen einen Baum in die Erde. Um sie herum wachsen viele grüne Pflanzen. Zwei Mitarbeitende von HI knien auf dem Waldboden und pflanzen einen Baum in die Erde. Um sie herum wachsen viele grüne Pflanzen. Zwei Mitarbeitende von HI knien auf dem Waldboden und pflanzen einen Baum in die Erde. Um sie herum wachsen viele grüne Pflanzen. Zwei Mitarbeitende von HI knien auf dem Waldboden und pflanzen einen Baum in die Erde. Um sie herum wachsen viele grüne Pflanzen.

© J.M. Vargas/HI

Nach der Minenräumung werden einheimische Bäume gepflanzt, damit sich die Artenvielfalt rasch regenerieren kann.
HI-Notfallteams in Haiti versorgen Erdbebenopfer mit Hygiene-Kits HI-Notfallteams in Haiti versorgen Erdbebenopfer mit Hygiene-Kits HI-Notfallteams in Haiti versorgen Erdbebenopfer mit Hygiene-Kits HI-Notfallteams in Haiti versorgen Erdbebenopfer mit Hygiene-Kits

Entwicklung gemeinsamer Standards

  • Gegenwärtig sind humanitäre Organisationen nicht verpflichtet, ihren CO²-Fußabdruck zu messen.
  • Für diejenigen, die dies aus eigener Initiative tun, gibt es kein einheitliches System, was bedeutet, dass jede Organisation anders misst, was zu einer verwirrenden, uneinheitlichen Berichterstattung innerhalb des Sektors führt.
  • Bei der Messung der Treibhausgasemissionen sind zahlreiche Parameter zu berücksichtigen.
  • Die meisten Organisationen messen die Emissionen, die durch die Beleuchtung und Beheizung des Büros oder durch das Fahren von Fahrzeugen entstehen, aber viele indirekte Emissionen bleiben unberücksichtigt. So kann in humanitären Kontexten beispielsweise die Lieferkette einen großen Teil der Treibhausgasemissionen ausmachen, so dass die Bilanzierung jedes einzelnen Schritts entscheidend ist.

"Wenn wir Eimer für Hygienekits kaufen, müssen wir wissen, woher der Eimer kommt, wie er hergestellt wurde, wie er transportiert wurde, wie der Abfall entsorgt wurde usw.", erklärt Denis Bedjai, HI-Logistikberater und Projektleiter der Umweltagenda. "Auch wenn wir den Eimer nicht selbst hergestellt haben, müssen wir beim Kauf den gesamten Lebenszyklus des Eimers in unsere Klimabilanz einbeziehen“, so Bedjai.

  • Langfristig will HI also nicht nur den eigenen CO2-Fußabdruck verringern, sondern auch die lokalen humanitären Akteure dabei unterstützen, dasselbe zu tun.
  • Nur so ist es möglich die ökologischen Auswirkungen der humanitären Hilfe auf lokaler und internationaler Ebene zu verringern.
  • Ziel bis 2030 ist es, unseren CO2-Ausstoß um die Hälfte zu reduzieren. Dies gilt für alle Emissionen, die durch die Arbeit unserer Organisation entstehen. Im Sinne der Klimagerechtigkeit werden dabei Emissionen, die direkt mit der Unterstützung besonders schutzbedürftiger Menschen verbunden sind, bewusst anders betrachtet.

Hier sind die Folgen des Klimawandels besonders spürbar:

DR Kongo: Effizienterer Anbau für eine bessere Zukunft

Auf Jean-Pierres Feldern wuchs früher nie genug, um seine große Familie ausreichend zu ernähren. Dank unserer Schulungen und Hilfsmittel können er und seine Familie nun jedoch gut vom Ernte-Ertrag leben. Inzwischen bildet er sogar andere Bauern ... weiterlesen

Madagaskar: Humanitäre Notlagen durch Klimawandel

Extreme Wetterereignisse haben immer wieder verheerende Auswirkungen in Madagaskar. Handicap International baut den Katastrophenschutz aus und erarbeitet Maßnahmen, um die Folgen abzumindern und um besonders gefährdete Gruppen, wie Menschen mit Behinderung, einzubeziehen ... weiterlesen

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