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Co-Preisträger Friedensnobelpreis

Niger

Handicap International (HI) führt eine Reihe von Projekten im Niger durch, um die Inklusion von Kindern und Erwachsenen mit Behinderung in der Bildung und auf dem Arbeitsmarkt zu fördern. Wir unterstützen Geflüchtete und Asylsuchende und setzen uns für die Reduzierung bewaffneter Konflikte in der Sahelzone ein.

Frau mit Amputation, die von HI einen Rollstuhl erhielt

Frau mit Amputation, die von HI einen Rollstuhl erhielt | © Franck Pinay Rabaroust

Laufende Aktivitäten

Handicap International (HI) unterstützt schutzbedürftige Menschen und Menschen mit Behinderung in Diffa und Maradi mit humanitären Maßnahmen. 

HI hilft auch Geflüchteten und Asylbewerbern in Niamey. Seit 2019 setzen wir uns durch Projekte in den Gemeinden für die Stärkung des sozialen Zusammenhalts gefährdeter Menschen in Grenzregionen ein.

Durch die Bildungsprojekte helfen unsere Teams Kindern mit Behinderung, dauerhaften Zugang zur Grundschulbildung zu erhalten. Außerdem setzen wir unsere Arbeit zur Förderung der sozialen und rechtlichen Inklusion von Frauen und Kindern mit Behinderung fort.

Neues aus den Projekten

Nahrungsmittelkrise und politische Krise in Mali und Niger
© J-J. Bernard / HI
Minen und andere Waffen Nothilfe

Nahrungsmittelkrise und politische Krise in Mali und Niger

Die beunruhigende Versorgungssituation in der Sahelzone (schlechte Ernten und Preissteigerungen) hat sich in Mali noch einmal rapide verschlechtert. Seit dem Beginn der Rebellion der Nationalen Bewegung für die Befreiung des Azawad (MLNA) am 19. Januar dieses Jahres und dem Staatsstreich vom 22. März 2012 haben sich die politische Situation und die Sicherheitslage im Land verschärft.

Mehr Sicherheit in der Sahelzone
© Johanna de Tessières/HI

Mehr Sicherheit in der Sahelzone

Bewaffnete Auseinandersetzungen führen nicht nur zu Tod und Verletzungen, sondern auch zu instabilen Gemeinschaften und Armut. Zivilist/-innen oder gar Kriegstreiber sollen keinen Zugang zu Waffen der staatlichen Sicherheitsorgane haben. Mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes arbeiten wir im Niger daran, den Zugang zu Klein- und Leichtwaffen zu beschränken.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes im Niger

Niger ist ein Land in der Sahelzone. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in extremer Armut und Benachteiligung. Da die Hälfte der Bevölkerung unter 15 Jahre alt ist, ist es uns besonders wichtig, den Zugang zu Bildung zu fördern.

Niger ist ein relativ stabiles Land, das gute Beziehungen zu seinen Nachbarländern hat und Mitglied in zahlreichen regionalen Organisationen ist. Das Land hat zur Lösung zahlreicher Krisen beigetragen und bietet einer großen Zahl von Geflüchteten und Asylbewerber*innen Schutz. Infolge der zunehmenden Unsicherheit in der Region hat Niger jedoch einen Anstieg terroristischer Anschläge zu verzeichnen.

Die Situation von Menschen mit Behinderung wird durch erhebliche Diskriminierung und sozioökonomische Ungleichheiten verschärft. Vorurteile innerhalb der Gesellschaft sowie auch von Familienangehörigen gegenüber Menschen mit Behinderung sind nach wie vor das größte Hindernis für ihre erfolgreiche Inklusion in die Gesellschaft.

Anzahl der HI-Mitarbeiter*innen: 103
Eröffnungsdatum des Programms: 2006

Einsatz weltweit: