Co-Preisträgerin Friedensnobelpreis

Eine Rampe für die Bildung

Inklusion Rehabilitation und Orthopädie
Mosambik

Chelsia aus Mosambik benötigt seit Geburt einen Rollstuhl. Einer Einschulung wurden dadurch viele Hindernisse in den Weg gelegt. Handicap International hat Chelsia deshalb in das Rehabilitations- und inklusive Bildungsprojekt aufgenommen, um ihr gleiche Chancen in der Schulausbildung zu ermöglichen.

Durch eine Rampe und das inklusive Bildungsprogramm von HI kann Chelsia am täglichen Unterricht teilnehmen

Durch eine Rampe und das inklusive Bildungsprogramm von HI kann Chelsia am täglichen Unterricht teilnehmen | © C. Briade/HI

Chelsia, 14 Jahre, wurde mit einer Behinderung, die ihre motorischen Fähigkeiten einschränkt und sie an einen Rollstuhl bindet, geboren. Der Zugang zu Bildungseinrichtungen ist für sie dadurch besonders schwierig. Erst mit acht Jahren konnte sie das erste Mal die Schule besuchen, weil sie endlich einen Rollstuhl erhielt.

Aber auch mit Rollstuhl stößt Chelsia immer wieder auf Hindernisse. Der Weg zur Schule ist lang, sandig und überzogen mit Wurzeln. Im Klassenzimmer braucht sie die Hilfe ihrer Klassenkamerad/-innen, um auf die Sitzbank zu rutschen. Trotz ihres Rollstuhles ist Chelsia deswegen nicht ganz selbstständig und von anderen abhängig.

Martin Bolze schiebt Chelsia über den schwierigen, sandigen Weg zur Schule © Helio Macome/HI
Wir haben die Partnerschaft mit den Pharos in beiderseitigem Einvernehmen beendet. (Stand: Oktober 2020)

Inklusives Bildungsprojekt von Handicap International

Handicap International hat die 14-Jährige deshalb im gemeindebasierten Reha-  und Inklusionsprojekt in Mosambik aufgenommen, um ihr gleiche und faire Chancen in der Schulausbildung zu ermöglichen.

„Chelsias Eltern können es sich nicht leisten, sie für die Pflege und Betreuung in ein Krankenhaus zu schicken. Deswegen werden wir mit Ärzten und Physiotherapeuten reden, Beratungen organisieren und mit ihr schließlich Reha- und motorische Stimulationssitzungen durchführen.“, erzählt Hilário Jamissone, Leiter des inklusiven Bildungsprojekts von HI.

Chelsia fühlt sich wohl in den von HI initiierten Lerngruppen mit ihren Freunden und paukt fleißig den Schulstoff. Kürzlich wurde sie von unseren HI-Botschaftern Michaela Scherer und Martin Bolze – bekannt als „Die Pharos“ besucht. Stolz zeigte sie den beiden die Rollstuhlrampe, die extra für sie angebracht wurde, damit Chelsia jeden Tag problemlos in die Schule kommt.

Wir haben die Partnerschaft mit den Pharos in beiderseitigem Einvernehmen beendet. (Stand: Oktober 2020)

Chelsia bekommt Besuch von den „Pharos“ und zeigt ihnen ihre Schule © HI

26 Juli 2019
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