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Erklärung des UN-Sicherheitsrates zu Syrien: Jetzt müssen Taten folgen

Minen und andere Waffen Nothilfe Öffentlichkeitsarbeit
Syrien

Handicap International begrüßt die gestrige einstimmige Erklärung des UN Sicherheitsrates, die alle am syrischen Konflikt beteiligten Parteien dazu aufruft, der Zivilbevölkerung einen sicheren und ungehinderten Zugang zur humanitären Hilfe zu gewährleisten.

Gemeinsam mit einer Koalition von internationalen Organisationen [1] fordert Handicap International nun rasche Taten.

Millionen von Syriern leben heute unter belagerungsähnlichen Zuständen ohne Zugang zu Nahrung, Wasser, medizinischer Versorgung und Schutz vor Gewalt. Die Hälfte der Betroffenen sind Kinder, die besonders durch Hunger und Krankheit gefährdet sind, insbesondere kurz vor dem beginnenden Winter. Menschen mit Verletzungen riskieren permanente Behinderungen und benötigen sofortigen und uneingeschränkten Zugang zu Pflege und Unterstützung.

Die Teams von Handicap International reagieren täglich auf die intensiven Bedürfnisse der verletzten, behinderten und älteren Bevölkerung, sowohl in Syrien selbst als auch in den Nachbarländern. Um diesen Bedürfnissen zu begegnen, muss die humanitäre Hilfe so effizient wie möglich ablaufen, sowohl über die internationalen syrischen Grenzen wie auch über die Frontlinien innerhalb des Landes, wie dies auch in der Erklärung des Sicherheitsrates festgehalten ist. Die humanitären Aktivitäten in der Hauptstadt Damaskus decken nur einen kleinen Teil der Bedürfnisse. Für diejenigen, die noch immer in verschiedenen Regionen innerhalb Syriens festsitzen, sind grenzüberschreitende Aktivitäten oftmals die einzige Möglichkeit, Hilfe zu erhalten. 
Nach dieser Erklärung sollte es keine weiteren Auseinandersetzungen über die Legalität von grenzüberschreitenden Aktivitäten mehr geben. Ein Streit, welcher bis heute eine adäquate humanitäre Unterstützung für die syrische Zivilbevölkerung verhindert hat.

Es ist nun an der Zeit, dass der UN-Sicherheitsrat seine Entschlossenheit zeigt, indem er den Worten unmittelbar Taten folgen lässt. Die Menschen in Syrien leiden schon viel zu lange. Sie warten nicht nur auf das Eintreffen von substanzieller Hilfe, sondern auch auf einen geschlossenen internationalen Ausdruck der Empörung über ihr Schicksal. Der Erfolg der gestrigen Erklärung wird einzig und allein daran gemessen, ob sich die Situation der Zivilbevölkerung in Syrien und der Flüchtlinge in den Nachbarländern spürbar verbessert. 

Gemeinsam mit Grenz- und Frontlinien-überschreitenden Aktivitäten ist das Vertrauen in syrische zivilgesellschaftliche Organisationen und Selbsthilfegruppen der Schlüssel für eine effiziente und konstante Hilfe, auch mittel- bis langfristig. Daher drängt Handicap International die internationale Gemeinschaft und Geldgeber dazu, die Hilfe nicht aufgrund sozialpolitischer Kontexte zu verzögern. 

Konkrete Resultate müssen schnell sichtbar sein. Die syrische Bevölkerung hat keine Zeit mehr zu verlieren. Die Mitglieder des Sicherheitsrates müssen nun die Fortschritte genau überwachen, um die Umsetzung ihrer Forderung sicherzustellen.  

Bitte nehmen sie auch die Mitteilung der Koalition Crisis Action Syria zur Kenntnis. (in Englisch)

[1] ACTED – CAFOD - Christian Aid – Doctors of the World USA - Doctors of the World UK -Handicap International - International Rescue Committee (IRC) -Islamic Relief Worldwide - Médecins du Monde France (MDM) -Norwegian Refugee Council (NRC) - People in Need (PIN) - Refugees International - Save the Children – Tearfund - War Child UK - World Vision International

4 Oktober 2013
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