Co-Preisträgerin Friedensnobelpreis

Höhere Gewaltraten bei Frauen mit Behinderung

Rechte Vorsorge und Gesundheit
Bolivien und Andenländer

Frauen und Mädchen mit Behinderung sind deutlich häufiger von körperlicher oder sexueller Gewalt betroffen als Frauen und Mädchen ohne Behinderung.

8 Frauen mit Schutzmaske sitzen nebeneinander an einem Tisch

Handicap International bietet in Bolivien Workshops für Frauen mit und ohne Behinderung an. | © L. PEREIRA /HI

Anlässlich des Internationalen Tages gegen die Gewalt an Frauen weisen wir auf die verheerenden Folgen hin.

So wie zum Beispiel in Bolivien. In dem südamerikanischen Land sind nach Angaben der Vereinten Nationen Frauen mit Behinderung zehnmal stärker von sexueller Gewalt betroffen als Frauen ohne Behinderung. Sieben von zehn Frauen mit Behinderung berichten, dass sie in ihrer Familie Gewalt erfahren haben, und die Hälfte von ihnen gab an, Opfer sexueller Gewalt geworden zu sein. Es wird geschätzt, dass die Dunkelziffer weitaus höher ist, da viele Frauen gar keine Möglichkeit haben, die Übergriffe anzuzeigen.

„Gewalt gegen Frauen mit Behinderung ist eine Realität. Aber sie ist nicht immer sichtbar", sagt Lidia Pereira, HI-Projektleiterin in Bolivien.

Schließlich sind behinderte Frauen oftmals nicht so mobil, häufig abhängig von anderen, haben weniger Rechte, leben in Armut und werden meist über einen längeren Zeitraum hinweg Gewalt ausgesetzt.

Handicap International setzt sich zusammen mit lokalen Partnern dafür ein, dass Frauen mit und ohne Behinderung ihre Rechte einfordern und leben können. Dazu schärfen die Sozialarbeiterinnen das Bewusstsein für das Recht auf ein Leben ohne Gewalt. Außerdem hat HI leicht verständliche Materialien für die Aufklärung über sexuelle und reproduktive Gesundheit entwickelt. Darüber hinaus verbessern wir den Zugang zu inklusiver Bildung und Arbeitsplätzen und unterstützt Programme zu Gewaltprävention.

24 November 2021
Einsatz weltweit:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Weltfrauentag 2026: Uta Prehl im Einsatz für Kinder in Westafrika
HI
Inklusion Rechte von Menschen mit Behinderung Rehabilitation und Orthopädie Vorsorge und Gesundheit

Weltfrauentag 2026: Uta Prehl im Einsatz für Kinder in Westafrika

Der Weltfrauentag erinnert daran, wie viel Kraft und Mut in Frauen steckt. Uta Prehl lebt das: Für Handicap International koordiniert sie in Westafrika Reha-Projekte für Kinder mit Behinderung und Entwicklungsverzögerungen. Sie setzt sich dafür ein, dass die Kinder langfristig Hilfe bekommen – und eine echte Zukunftschance haben. Was sie antreibt, ist der Wunsch, jedem Kind Hoffnung zu schenken.

Ukraine: Hilfe für Helferinnen & Helfer
© H.Kostenko / HI 2025
Nothilfe Vorsorge und Gesundheit

Ukraine: Hilfe für Helferinnen & Helfer

In Bohoduchiw, einer Stadt in der Region Charkiw, die 100 Kilometer von der Front entfernt liegt, führt Handicap International (HI) Schulungen für Gesundheitspersonal durch – mit dem Ziel, Fähigkeiten im Bereich der psychischen Gesundheit zu stärken.

Bolivien: Jairs erste Schritte geben Hoffnung
© M. Campos / HI
Rehabilitation und Orthopädie Vorsorge und Gesundheit

Bolivien: Jairs erste Schritte geben Hoffnung

Der heute 2-jährige Jair wurde mit Zerebralparese geboren. Seine Mutter Rosalía musste lange für die Diagnose und notwendige Therapie ihres Sohnes kämpfen. Jetzt bekommt Jair endlich die lang ersehnte Unterstützung. Ganz wichtig dabei: Das lokale Reha-Zentrum von HI, in dem Jair kontinuierlich versorgt wird. Das schönste Geschenk für Rosalía: Jair krabbelt und plappert endlich.