Co-Preisträgerin Friedensnobelpreis

Video: Libyen – Die Gefahr durch explosive Kriegsreste

Minen und andere Waffen
Libyen (Einsatz beendet)

Explosive Waffen wie Artillerie-, Mörser- und Handgranaten stellen eine überaus große Bedrohung für die Bevölkerung in Libyen dar. Ob in Wohngebieten, auf Ackerflächen, oder in der Nähe von Schulen und Krankenhäusern, versteckte Gefahren lauern überall.

Die Kampfmittelräumungsexperten von Handicap International identifizieren diese Waffen und zerstören sie bei kontrollierten Sprengungen an extra dafür vorgesehenen Plätzen oder, falls nötig, direkt an Ort und Stelle.

Der Film zeigt Mitglieder unseres Teams in Misrata bei ihrer täglichen Arbeit, darunter Khaled Alwadawi, Leiter Risikoaufklärung, Ian Forde, Kampfmittelräumer, und Paul McCullough, Programmleiter Libyen von Handicap International. Die Experten führen eine gezielte Sprengung einer Granate durch, die auf einem Bauernhof gefunden wurde und besichtigen außerdem einen alten Munitionsbunker. Durch dessen Bombardierung wurden hunderttausende der gelagerten explosiven Waffen auf einem Areal von ca. 150 ha verstreut. Bis heute hat Handicap International dort bereits über 112.000 explosive Kriegsreste sichern und gezielt vernichten können.

Durch die achtmonatigen Kämpfe und die andauernde Instabilität im Land hat sich auch die Risikowahrnehmung der Zivilbevölkerung stark verändert. Leichtwaffen sind in großer Zahl im Umlauf und die Zahl der Verletzungen durch Schusswaffen ist dramatisch angestiegen. Unsere Risikoaufklärungsteams arbeiten deshalb mit lokalen Behörden und Schulen zusammen, um die Bevölkerung für die Gefahr von Leichtwaffen zu sensibilisieren.

13 März 2015
Einsatz weltweit:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Streumunition in Syrien: Der Ball, der keiner war
© T. Nicholson / HI
Minen und andere Waffen

Streumunition in Syrien: Der Ball, der keiner war

Der Krieg ist vorbei, doch für viele Familien in Syrien beginnt mit der Rückkehr eine neue Gefahr: Explosive Kriegsreste wie Streumunition machen Häuser, Straßen und Gärten lebensgefährlich. Handicap International (HI) klärt über die Gefahren auf und setzt sich für die Räumung von Blindgängern ein. 

Ukraine: Rehabilitation gibt Lidiya Hoffnung
© L. Hutsul / HI
Minen und andere Waffen Rehabilitation und Orthopädie

Ukraine: Rehabilitation gibt Lidiya Hoffnung

Lidiya blickt auf ihren Garten. Dort, wo früher Blumen blühten und Obstbäume standen, liegen heute Trümmer. Ihr Zuhause in Charkiw wurde bei einem Drohnenangriff zerstört. Dass die 77-Jährige heute überhaupt wieder vor den Ruinen stehen kann, verdankt sie der Reha von Handicap International. Denn nach dem Angriff konnte sie monatelang nicht einmal ihr Bett verlassen.

Warum sind Landminen so gefährlich für die Zivilbevölkerung?
© HI
Minen und andere Waffen

Warum sind Landminen so gefährlich für die Zivilbevölkerung?

Minen töten und verstümmeln jahrzehntelang – auch wenn der Krieg längst vorbei ist. Rund 90 Prozent der Opfer kommen aus der Zivilbevölkerung. Dennoch sind Landminen wieder auf dem Vormarsch: massiver Einsatz in bewaffneten Konflikten, Rückzug von fünf Staaten aus dem Ottawa-Verbotsvertrag, neue Minenproduktion, mehr Minenopfer. Gary Toombs, HI-Experte für Minenräumung erklärt, warum Minen so gefährlich sind und wie sich Staaten besser schützen können.