Mosambik: Regionale Afrika-Konferenz gegen die Verwendung von explosiven Waffen in bevölkerten Gebieten

  • Minen, Streubomben und andere Waffen
  • Politische Kampagnenarbeit
  • Mosambik

Handicap International (HI) organisiert eine regionale Konferenz über die Bombardierung ziviler Bevölkerungen am 27. und 28. November in Maputo, der Hauptstadt von Mosambik. Bei dieser Konferenz nehmen 20 Staaten, zehn Organisationen der afrikanischen Zivilgesellschaft sowie internationale Nichtregierungsorganisationen teil. Ziel der Konferenz ist es, das Bewusstsein der afrikanischen Staaten zu diesem entscheidenden Thema zu erhöhen.  Außerdem soll zum Engagement gegen den Einsatz von explosiven Waffen auf Wohngebiete und zum Schutz der Bevölkerung aufgerufen werden.   

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Minenräumungsübung in Mozambik
Minenräumungsübung in Mozambik
Polizeikräfte werden in Mozambik im Umgang mit Minen geschult.

Ergebnisse der regionalen Konferenz in Maputo

Folgende Aktionen sollen auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene vorangetrieben werden:

  • Bewusstsein über die Auswirkungen von explosiven Waffen auf die Zivilbevölkerung stärken
  • Kein Einsatz von explosiven Waffen in bevölkerten Gebieten
  • Unterstützung des Prozesses zuVerhandlungen und Verabschiedung von internationalen politischen Deklarationen gegen die Verwendung von explosiven Waffen in bevölkerten Gebieten
  • Förderung von bilateralen und regionalen Kooperationen und Erfahrungsaustausch zur Opferhilfe
  • Konstruktives Engagement in Diskussionen und Initiativen auf internationalem Niveau zum Schutz der Zivilbevölkerung
  • Verstärktes Engagement afrikanischer Weiterführen und Stärken der Kooperationen  mit internationalen Organisationen und zivilgesellschaftlichen Partnern, um deren Expertise und Unterstützung heranzuziehen

Engagieren Sie sich gegen die Verwendung von Explosivwaffen in bevölkerten Gebieten:

Jetzt Petition "STOP! Bombing Civilians" unterzeichnen

Was ist das Ziel dieser Konferenz?

Ziel der Konferenz ist es, das Bewusstsein über die Verwendung von explosiven Waffen sowie deren verheerenden humanitären Auswirkung auf die lokalen Zivilbevölkerungen durch einen gegenseitigen Austausch von Schlüsselinformationen zu stärken. HI hofft, dass sich eine Gruppe afrikanischer Staaten herausbilden wird, die bereit sind, sich dem Projekt einer politischen Erklärung anzuschließen -  mit dem Ziel, die Verwendung explosiver Waffen in besiedelten Gebieten zu verbieten. Zurzeit haben sich mit Mosambik und Senegal nur zwei afrikanische Staatendiesem diplomatischen Prozess angeschlossen.

Wer ist bei dieser Konferenz vertreten?

HI erwartet 35 Vertreter von 20 afrikanischen Staaten: Angola, Botswana, Kamerun, die Zentralafrikanische Republik, Kongo, die Elfenbeinküste, Äthiopien, Liberia, Kenia, Madagaskar, Mali, Mosambik, Nigeria, Sierra Leone, Senegal, Somalia, Südafrika, Togo, Uganda und Sambia. Fünf internationale Nichtregierungsorganisationen sowie Agenturen der Vereinten Nationen werden ebenfalls erwartet. Der Außenminister von Mosambik wird anwesend sein.

Welche Themen werden bei dieser Konferenz behandelt?

Fünf Themen stehen auf der Agenda:

  • die verheerenden Folgen von explosiven Waffen in besiedelten Gebieten für die Zivilbevölkerung (Verletzungen und Traumata, Vernichtung von Infrastruktur und Wohnhäusern, Zwangsumsiedlung der Bevölkerung, usw.),
  • die verschiedenen verantwortlichen Parteien für den Einsatz explosiver Waffen,
  • die Motive für den Einsatz von explosiven Waffen,
  • die unterschiedlichen Arten von explosiven Waffen (Tretminen, Raketen, Granaten, usw. ...),
  • der Rechtsrahmen sowie die politischen und praktischen Mittel, die eine bessere Kontrolle des Einsatzes dieser Waffen in besiedelten Gebieten ermöglichen.

Warum wurde der afrikanische Kontinent ausgewählt?

Viele afrikanische Staaten waren oder sind noch Schauplatz von bewaffneten Konflikten, zum Beispiel der Tschad, der Südsudan, Somalia oder Nigeria.. Darüber hinaus hat die Organisation der Afrikanischen Einheit den Schutz der Zivilbevölkerung zu einer ihrer Prioritäten erklärt. Die afrikanischen Staaten legen ebenfalls einen Schwerpunkt auf die Betreuung der Opfer. HI ergriff daher die Initiative, diese Konferenz auf dem afrikanischen Kontinent zu organisieren. Nicht zuletzt kann das Engagement afrikanischer Staaten auf der internationalen Bühne eine große Bedeutung für einen besseren Schutz der betroffenen Personen in Konfliktgebieten haben.

Der Kontinent hat in den letzten Jahrzehnten ein starkes städtisches Wachstum zu verzeichnen.  Diese Gebiete könnten eines Tages von den Konflikten betroffen sein. Der Kontinent muss sich mit den möglichen Konsequenzen befassen, einschließlich des Risikos von explosiven Resten in städtischen Gebieten.  

HI macht es sich zur Aufgabe, bei dieser Konferenz alle Beteiligten im Einsatz gegen explosive Waffen zu sensibilisieren.

Veröffentlicht am 28.11.17

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