Co-Preisträgerin Friedensnobelpreis

Zentralafrikanische Republik (Projekt seit 2025 beendet)

Handicap International (HI) war erstmals von 1994 bis 2004 in der Zentralafrikanischen Republik tätig. In diesen zehn Jahren baute HI Rehabilitationsangebote im Land auf. Dazu gehörte die Eröffnung eines Prothesenzentrums in der Hauptstadt Bangui sowie die Unterstützung beim Aufbau eines Hochschulstudiengangs für Physiotherapeut*innen.

Ein HI-Physiotherapeut mit seiner Patientin und einer Frau mit kleinem Baby auf dem Arm vor einer Hütte.

Ein HI-Physiotherapeut arbeitet mit einer jungen Patientin in Bambari. | © A. Surprenant/Collectif Item/HI

Laufende Aktivitäten

2016 nahm Handicap International die Arbeit in der Zentralafrikanischen Republik wieder auf. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Verbesserung der logistischen Voraussetzungen für humanitäre Organisationen, die im Land tätig sind. Ziel von HI war es, die notwendige logistische Infrastruktur aufzubauen und zu unterstützen, damit humanitäre Hilfe auch entlegene Gemeinden möglichst effektiv erreicht. Dazu gehörten unter anderem kleinere Baumaßnahmen, Lagerkapazitäten sowie alternative Transportmöglichkeiten über Wasserwege und aus der Luft.

Darüber hinaus arbeitete Handicap International mit Menschen mit Behinderung in den Regionen Bambari und Bangassou. Wir stellten physiotherapeutische und rehabilitative Maßnahmen, Hilfsmittel für mehr Mobilität sowie Angebote zur psychischen Gesundheit und psychosozialen Unterstützung für Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf bereit.

HI führte außerdem Maßnahmen zur Entwicklungsförderung von Kindern durch, die an Mangelernährung gelitten hatten. Diese Angebote sollen Entwicklungsverzögerungen und Behinderungen infolge von Unterernährung verhindern und reduzieren. Gleichzeitig wurden Eltern dabei unterstützt, ihre Kinder gezielt zu fördern und zu versorgen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Sensibilisierung von besonders durch explosive Kriegsreste gefährdeten Gemeinden im Nordosten des Landes. Diese Maßnahmen wurden mit Angeboten zur psychischen Gesundheit und psychosozialen Unterstützung verbunden.

Darüber hinaus engagierte sich Handicap International im Bereich inklusive Bildung in drei Gebieten: Ouaka, Ouham und Ouham-Pendé. Ziel war es, Mädchen und Jungen mit Behinderung den Zugang zu hochwertiger Bildung zu ermöglichen.


 

 

Neues aus den Projekten

Mit seiner Prothese ist Mardoché der Star der Schule
© E. Beyarandia / HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Mit seiner Prothese ist Mardoché der Star der Schule

Als Baby verlor Mardoché aus der Zentralafrikanischen Republik bei einem Rebellenangriff ein Bein. Heute, mit 8 Jahren, kann er wieder laufen, hopsen und spielen – dank seiner Prothese von Handicap International. Unsere Expertinnen kümmerten sich rührend um den Jungen, versorgten den Stumpf und übten mit ihm so lange, bis er wieder laufen konnte.

Eine humanitäre Krise bahnt sich an
© A.Servant/HI
Nothilfe

Eine humanitäre Krise bahnt sich an

In der Zentralafrikanischen Republik haben der anhaltende bewaffnete Konflikt und die regelmäßigen Überschwemmungen zu zahlreichen Binnenvertriebenen geführt. Es herrscht eine große Ernährungsunsicherheit. Für viele Menschen ist der Zugang zu humanitärer Hilfe kaum möglich. HI liefert Hilfsgüter per Boot in abgelegene Gebiete.

Ein Besuch auf dem Markt veränderte alles
© A. SERVANT / HI
Rehabilitation und Orthopädie

Ein Besuch auf dem Markt veränderte alles

Nach einem Marktbesuch in Bambari trat Alima auf einen Blindgänger und verletzte sich schwer. Seitdem helfen ihr Physiotherapeut*innen von HI, wieder auf die Beine zu kommen und mobil zu werden.

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