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Handicap International verurteilt die wiederholte Verwendung von Streubomben in Syrien

Minen und andere Waffen
Jordanien Libanon Syrien

Seit dem 26. Januar 2016 wurden in mindestens 14 Angriffen, im Rahmen von gemeinsamen Operationen der russischen Armee und syrischen Regierungstruppen, Streubomben verwendet. Dabei wurden mindestens 37 Zivilisten und Zivilistinnen getötet, wie aus einem Bericht von Human Rights Watch hervorgeht. Die Organisation hatte bereits im Dezember 2015 den Einsatz von Streubomben durch die russisch-syrische Koalition angeprangert.

Ein Bombenkrater in der Stadt Kobane in Syrien. Im Hintergrund sind zwei umgedrehte Autos.

Bombenkrater in Kobane - Syrien | © Ph. Houliat / Handicap International

Die internationale Gemeinschaft muss die wiederholte Verwendung von Streubomben nachdrücklich verurteilen. Der Einsatz dieser barbarischen Waffen wurde durch den von 118 Staaten unterzeichneten Oslo-Vertrag international geächtet. Streubomben sind eine unannehmbare Bedrohung der syrischen Zivilbevölkerung, die die Hauptopfer dieses Konflikts ist.

Laut dem Streubomben-Monitor 2015 gab es zwischen 2012 und 2014 mindestens 1.968 Opfer von Streumunition in Syrien – die höchste Zahl innerhalb eines Landes seit Inkrafttreten des Streubombenverbots. Die überwiegende Anzahl der Opfer stammt aus der Zivilbevölkerung.

Der Monitor listet sechzehn Länder, die immer noch Streubomben produzieren oder sich weiterhin das Recht vorbehalten, die Produktion wieder aufzunehmen.

Weltweit stammen mehr als 90% der Opfer, die durch Streubomben verletzt oder getötet wurden, aus der Zivilbevölkerung. Diese Waffen töten, verletzten, verstümmeln und verursachen schwere psychische Traumata. Über 40% explodieren nicht wie vorgesehen und werden zu Blindgängern: ganze Landstriche sind so unbewohnbar geworden, die Wiederaufnahme des sozialen und wirtschaftlichen Lebens wird behindert und zwingen die Menschen zur Umsiedelung. Diese explosiven Überreste stellen oft noch Jahrzehnte nach einem Konflikt eine Bedrohung für die Zivilbevölkerung dar.

9 Februar 2016
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