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Humanitäre Krise im Sudan – Handicap International hilft vor Ort

Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie
Sudan Tschad

Ein brutaler Konflikt stürzt den Sudan immer weiter ins Chaos. Vor allem in der Region Darfur bangen Familien täglich um ihr Leben, Millionen Menschen sind auf der Flucht. Besonders hart trifft es Menschen, die verletzt wurden oder mit einer Behinderung leben. Unsere Nothilfe-Reha-Expert*innen sind mit Hilfsmitteln vor Ort und helfen bei Schussverletzungen, Verbrennungen oder Knochenbrüchen.

Ein Mitarbeiter von HI zeigt einer Frau, wie sie Krücken benutzt.

Maria Mohammed Musa musste vor der Gewalt in ihrer Heimat fliehen und wird jetzt von Handicap International unterstützt. | © T. Nicholson / HI

Sudan: Eine der schlimmsten humanitären Krisen der Welt

Schon jetzt sind laut „Humanitarian Action“ 30,4 Millionen Menschen, also fast zwei Drittel der Bevölkerung, auf humanitäre Hilfe angewiesen. Millionen Menschen mussten fliehen und fast die Hälfte der Bevölkerung leidet laut Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) unter Hunger

Die Situation verschärft sich täglich weiter: Straßen sind zerstört, die Wirtschaft ist zusammengebrochen und viele Krankenhäuser sind nicht mehr funktionsfähig. Für die Menschen bedeutet das, dass sie keinen Zugang zu medizinischer Versorgung, zu Essen oder einer sicheren Unterkunft haben. Viele leben unter prekären Lebensbedingungen in Flüchtlingslagern.

Nothilfe-Reha-Team von HI in Darfur im Einsatz

Unser Team arbeitet derzeit z. B. in einem Partner-Krankenhaus in Tawilah in Nord-Darfur. Hier gab es bisher keinerlei Reha-Versorgung. Doch viele, die vor der Gewalt geflohen sind, brauchen dringend Unterstützung. Sie haben Schusswunden, Knochenbrüche, Verbrennungen und andere Traumata. Eine frühzeitige Reha-Behandlung hilft, dauerhafte Behinderungen, chronische Schmerzen oder Deformitäten zu vermeiden.

„Die Gewalt ist unerträglich“

Handicap International arbeitet sowohl mit lokalen Partnerorganisationen als auch mit eigenen Teams in Darfur und Gedaref zusammen und baut aktuell weitere Teams auf, um noch mehr Menschen zu erreichen.

„Die Welle der Gewalt ist unerträglich. Menschen mit Behinderung trifft es besonders hart“, sagt Vincent Dalonneau, Landesleiter von HI im Sudan, erschüttert über die aktuelle Lage im Land.

Angesichts der gefährlichen Lage in Darfur und anderen Regionen fliehen viele Menschen in das völlig verarmte Nachbarland Tschad. Auch dort kümmern wir uns vor allem um Menschen mit Behinderung und Schwerverletzte. Die Not in den Flüchtlingslagern ist groß.

Nach Amputation: HI hilft Khaleel (9) 

Viele Menschen aus Darfur sind in die Nachbarländer geflüchtet, besonders in den bitterarmen Tschad. Dort herrscht in den Flüchtlingslagern besonders große Not.

Khaleel ist neun Jahre alt und stammt aus Darfur. Er verlor im Konflikt ein Bein und musste mit seiner Familie in den Tschad fliehen. Im Flüchtlingscamp Farchana bekam er von Handicap International Krücken und nun erhält er regelmäßige Physiotherapie, damit er sich sicher bewegen und am Alltag teilnehmen kann.

Seine Geschichte steht stellvertretend für viele Verletzte und Menschen mit Behinderung, die dringend Schutz und Reha-Maßnahmen benötigen.

Wir dürfen die Menschen im Sudan nicht vergessen

Die Not ist riesig, doch die humanitäre Hilfe vor Ort wird durch die anhaltenden Kämpfe immer wieder erschwert.

Handicap International bleibt an der Seite der Menschen im Sudan und in den Nachbarländern. Ihre Spende bringt den Menschen in dieser schlimmen Lage Hoffnung.

4 Dezember 2025
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