Co-Preisträger Friedensnobelpreis

Situationsbericht Juni 16 - Krise in Syrien und Irak

Irak Jordanien Libanon Syrien

Handicap International ist in vier Ländern (Irak, Jordanien, Libanon, Syrien) tätig, als Reaktion auf die Krisen im Irak und in Syrien. Die Maßnahmen reichen von Nothilfe über Rehabilitation bis Aufklärung und finanzieller Unterstützung

der siebenjährige Ahmad aus Syrien sitzt im Rollstuhl und zeigt der Kamera stolz seine Zeichnungen von Engeln

Dem 7-jährigen Ahmad aus Syrien mussten beide Beine Amputiert werden, nachdem hinter ihm eine Bombe einschlug | © Molly Feltner / Handicap International

Handicap International ist mit derzeit über 600 Fachkräften an der Seite der Schutzbedürftigsten in den vier Einsatzländern (Libanon, Jordanien, Syrien, Irak) tätig. Wir reagieren damit auf den dringenden Handlungsbedarf für schutzbedürftige Menschen, darunter Verwundete, Menschen mit Behinderung, ältere oder isoliert lebende Menschen. Unsere Teams setzen sich auch für Binnenvertriebene und Geflüchtete in den Camps oder den aufnehmenden Gemeinden ein.

 

Wichtige Zahlen

Humanitäre Maßnahmen in vier Ländern als Reaktion auf die Krisen in Syrien und im Irak:

  • Jordanien – Seit Mai 2012
  • Libanon – Seit Mai 2012
  • Syrien – Seit Januar 2013
  • Irak – Seit Mai 2014

Mehr als 491.000 Menschen (und ihre Familien) wurden seit Beginn der Nothilfemaßnahmen von Handicap International  unterstützt durch:

  • Angepasste orthopädische Hilfsmittel (Prothesen und Orthesen): 7.482 Menschen
  • Mobilitätshilfen u. spezielle Ausstattung: 87.494
  • Physische und funktionale Rehabilitation: 70.611 Menschen
  • Psychosoziale Unterstützung: 15.668 Menschen
  • Nahrungsmittel und wichtige Haushaltsgegenstände: 209.685 Menschen
  • Finanziell unterstützte Familien: 9.720

Mehr als 341.950 Menschen wurden für die Risiken von explosiven Kriegsresten sensibilisiert.

Anzahl der direkt und indirekt unterstützten Menschen pro Einsatzland:

  • Jordanien – 153.358
  • Libanon – 137.656
  • Syrien – 415.770
  • Irak – 126.829

Bitte unterstützen Sie die wichtige Arbeit der Teams von Handicap International im Konfliktgebiet mit Ihrer Spende. Danke!

5 Juli 2016
Einsatz weltweit:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Entminung im Irak: HI gibt 1,8 Millionen Quadratmeter Land frei
© HI
Minen und andere Waffen

Entminung im Irak: HI gibt 1,8 Millionen Quadratmeter Land frei

Handicap International (HI) führt seit 2016 Minenräumaktionen im Irak durch. Landminen und explosive Kriegsreste stellen im am stärksten verseuchten Land der Welt eine langfristige Bedrohung für die Zivilbevölkerung dar. Vor allem die sogenannten improvisierten Sprengsätze sind besonders perfide. Der Irak hat laut Landminen-Verbotsvertrag noch bis 2028 Zeit, das Land von Minen zu befreien.

Im Rollstuhl von Aleppo nach Deutschland: die Geschichte von Nujeen Mustafa
©Jacob Maria Kohl/HI
Öffentlichkeitsarbeit

Im Rollstuhl von Aleppo nach Deutschland: die Geschichte von Nujeen Mustafa

Als Nujeen 16 Jahre alt ist, bricht in Syrien der Krieg aus. Bei den ersten Angriffen auf Aleppo kann sich das Mädchen nicht wie alle anderen in den Schutzkeller retten, weil sie im Rollstuhl sitzt und im fünften Stock eines Wohnhauses ohne Aufzug lebt. Seit ihrer gefährlichen Flucht nach Deutschland setzt sie sich für Geflüchtete und gegen Bomben auf Wohngebiete ein.

Syrien: Jeder zweite Mensch durch Blindgänger gefährdet
© A. Rodgers
Minen und andere Waffen

Syrien: Jeder zweite Mensch durch Blindgänger gefährdet

Nach elf Jahren Krieg und intensivem Einsatz von Explosivwaffen sind in Syrien bis zu 300.000 Sprengkörper nicht detoniert. Jeder zweite Mensch in dem Land ist durch Blindgänger gefährdet. Das sind über 10 Millionen Menschen. So lauten die Ergebnisse einer Studie, die Handicap International in Zusammenarbeit mit „Syria Mine Action Area of Responsibility“ erstellt hat.