„Unter dem Sand“ beim Kino Open Air am Mars Markt

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Neue Location, neuer Nonprofit-Partner: Handicap International ist erstmalig als gemeinnütziger Partner beim Münchner Kino Open Air dabei, das dieses Jahr auf dem Mars Markt in der Denisstraße 5 stattfindet. Mit einer Sondervorstellung des für den Oscar nominierten Films „Unter dem Sand“ am Sonntag, 16. Juli machen wir auf die weltweite Bedrohung durch Minen und andere explosive Kriegsreste aufmerksam.

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Der Film "Unter dem Sand" wurde für einen Oscar nominiert.

Der dänische Regisseur Martin Zandvliet zeigt mit seinem Film „Unter dem Sand – Das Versprechen der Freiheit“ auf eindringliche Weise, wie menschenverachtend der Einsatz von Minen ist. Dieses Jahr wurde der Film für den Oscar in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ nominiert. Die Organisatoren des Kino Open Air riefen gemeinsam mit Handicap International bei der Sondervorstellung am 16. Juli dazu auf, die Opfer von Landminen zu unterstützen. An einem Aktionsstand mit künstlichem Minenfeld konnten sich die Besucher über unsere Arbeit in noch heute verminten Gebieten informieren.

 

Über den Film

Mai 1945. Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende, doch an der dänischen Küste lauern noch etwa 2,2 Millionen Landminen – von den Deutschen als Teil des „Atlantikwalls“ vergraben. Zur Räumung werden vor allem junge deutsche Kriegsgefangene eingesetzt, Jungen zwischen 15 und 18 Jahren, die kurz zuvor für Hitlers so genannten Volkssturm eingezogen worden waren. In fünf Monaten werden 1.402.000 Minen entfernt, mindestens 1.000 Menschen verlieren ihr Leben. Der Film erzählt die Geschichte einer Gruppe von Jungen, die für eines dieser Himmelfahrtskommandos eingeteilt wird: die Säuberung eines Strandes von 45.000 Tretminen. Weder ausgebildet noch ausgerüstet und völlig ohne technische Hilfsgeräte müssen sie sich Stück für Stück durch den Sand quälen. Wo die nächste Mine liegt, wo diese explodieren wird, ist ungewiss. Das Einzige, was ihren Lebenswillen erhält, ist die Hoffnung auf Freiheit.

Die Minen in Dänemark sind heute beseitigt. Doch Minen verletzten und töten in vielen Ländern immer noch Menschen, oft Kinder. Mitten in Europa gibt es Gebiete, die zu den am meisten verminten der Welt gehören, vor allem in Bosnien. Nachdem die Opferzahlen weltweit jahrelang zurückgegangen waren, sind seit 2015 Unfälle mit Landminen und anderen explosiven Kriegsresten wieder um 75 Prozent angestiegen.

Die internationale Hilfsorganisation Handicap International ist weltweit in betroffenen Ländern aktiv, um explosive Kriegsreste zu räumen und die Opfer zu unterstützen. Handicap International ist eines der sechs Gründungsmitglieder der Internationalen Kampagne zum Verbot von Landminen (ICBL), die 1997 den Friedensnobelpreis erhielt. Zwei Jahre darauf trat der Vertrag zum Verbot von Anti-Personen-Minen in Kraft.

 

Veröffentlicht am 10.07.17

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