Co-Preisträger Friedensnobelpreis

Unsere politischen Forderungen zur Wahl

Öffentlichkeitsarbeit Politische Kampagnenarbeit
Deutschland

Im Vorfeld der Bundestagswahl 2021 formulieren wir gemeinsam mit VENRO (Verband Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe), was #weltweitwichtig ist und richten unsere Forderungen gezielt an diejenigen, die in den nächsten Jahren in Deutschland Politik mitgestalten und verantworten möchten.

Inklusion ist für uns #weltweitwichtig!

Inklusion ist für uns #weltweitwichtig! | © Stephen Rae / HI

Aufgrund unserer Erfahrungen aus der Projektarbeit insbesondere in Kriegs- und Krisenregionen sind wir immer wieder mit Problemen konfrontiert, für die es auch politische Lösungen braucht. 

Unsere Forderungen

Zu unseren Kernthemen gehört der Schutz der Zivilbevölkerung vor Landminen, Streubomben und dem Einsatz von Explosivwaffen in bevölkerten Gebieten. Bei den bereits verbotenen Landminen und Streubomben braucht es in erster Linie mehr Engagement für die Minenräumung, die Unterstützung der Opfer und die Aufklärung der Bevölkerung über die Gefahren durch die noch immer im Boden schlummernden Minen und Blindgänger. Der Einsatz von Explosivwaffen in Wohngebieten ist zwar nicht verboten, verstößt aber oft gegen Grundsätze des Völkerrechts. Deshalb fordern wir von der deutschen Politik und ihren Partnern eine starke politische Erklärung zum Schutz der Zivilbevölkerung, die auch die Hilfe für Opfer stärkt.

Mehr Inklusion in der Humanitären Hilfe, der Entwicklungszusammenarbeit und der weltweiten Gesundheitsversorgung sind ein weiterer Eckpfeiler unserer Arbeit. Menschen mit Behinderung sind in Krisenkontexten oftmals besonders schutzbedürftig oder werden übersehen und deshalb muss sichergestellt werden, dass sie in allen Bereichen der Planung und Umsetzung von Maßnahmen der humanitären Hilfe aktiv einbezogen werden. Die Bundesregierung muss sich dafür einsetzen, dass die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland und weltweit umgesetzt wird und dass die Inklusion von Menschen mit Behinderung nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Realität stattfindet und beispielsweise Rehabilitation in der weltweiten Gesundheitsversorgung gestärkt wird.

Zudem fordern wir die Bundesregierung auf, die Situation von geflüchteten Menschen mit Behinderung in Deutschland zu verbessern. Ihre Schutz- und Unterstützungsbedürfnisse müssen im Asylgesetz verankert werden und bestehende Barrieren bei Angeboten für Geflüchtete müssen konsequent abgebaut werden. Auch unser HI-Projekt "Crossroads" fordert eine Verbesserung der Lebensumstände geflüchteter Menschen mit Behinderung.

Eine Übersicht mit all unseren politischen Forderungen zur Bundestagswahl finden Sie auf unserer Homepage.

9 August 2021
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25 Jahre Friedensnobelpreis für Kampf gegen Landminen
© Jaweed Tanveer / HI
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Vor 25 Jahren wurde der Friedensnobelpreis an die Internationale Kampagne für das Verbot von Landminen (ICBL) für ihren Einsatz gegen Antipersonen-Minen verliehen. Eine der Mitgründerinnen der ICBL ist die Hilfsorganisation Handicap International (HI), die bis heute Landminen räumt, Verletzte mit Prothesen versorgt und sich für eine weltweite Umsetzung des Verbots von Antipersonen-Minen engagiert.

Appell: bedarfsgerechte Versorgung für alle geflüchteten Menschen mit Behinderung notwendig Rechte von Menschen mit Behinderung

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Der neue Landminen-Monitor 2022 meldet das siebte Jahr in Folge eine hohe Anzahl von Opfern durch Landminen. Der Monitor, der am 17. November in Genf präsentiert wird, verzeichnet im Berichtszeitraum insgesamt 5.544 Tote und Verletzte. Außerdem dokumentiert er den Einsatz von Landminen durch Russland und Myanmar sowie durch nicht-staatliche bewaffnete Gruppen in fünf Ländern.