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© M. Monier/ HI
Einsatz in der Ukraine
Handicap International ist vor Ort und hilft Verletzten, Traumatisierten und Menschen mit Behinderung.
HI-Nothilfe in der Ukraine
Krieg in der Ukraine: Unzählige Menschen sind auf der Flucht, ganze Städte und Dörfer sind verwüstet; Bombardierungen gehören zur Tagesordnung.
Handicap International hilft den Menschen in Not. Derzeit sind viele unserer engagierten Fachkräfte im Einsatz. Die HI-Spezialist*innen unterstützen in den Bereichen Reha, Gefahrenaufklärung und psychische Gesundheit. Zusätzlich fördern wir die Einbeziehung von Menschen mit Behinderung in die humanitäre Hilfe, schulen Helfer*innen für behindertengerechte Unterstützung und stärken lokale Organisationen. So verbessern wir den Zugang zu lebenswichtigen Dienstleistungen.
Unsere Priorität ist es, den Schutzbedürftigsten langfristig zu helfen. Dazu gehören Verletzte, Menschen mit Behinderung, ältere Menschen und Menschen mit chronischen Krankheiten.
So helfen wir den Menschen in der Ukraine
Aufklärung über Blindgänger
Gerade Kinder sind durch Blindgänger besonders gefährdet. Um sie zu schützen, erklären unsere Expert*innen Schulkindern, wie sie sich zu verhalten haben, wenn sie ein verdächtiges Teil sehen.
© M. Monier / HI
Psychologische Unterstützung
Ein Krieg hinterlässt auch seelische Wunden: Wir kümmern uns um die psychologische Betreuung von Verletzten und Traumatisierten.
© T. Nicholson / HI
Reha und Hilfsmittel
Reha für Verletzte und für Menschen mit Behinderung
Versorgung mit Rollstühlen und Krücken und Gehhilfen
© T. Nicholson / HI
Schulung von Fachkräften
Wir unterstützen medizinisches Personal und humanitäre Helfer*innen und zeigen ihnen, wie sie Menschen mit Behinderung besser helfen können.
© O.Marikutsa / HI
Hilfe für ukrainische Geflüchtete
© T. Nicholson / HI
"Ich bin noch am Leben!"
Vadim verbrachte den Winter versteckt in einem Keller in der Stadt Bachmut, dem Schauplatz der bisher längsten und tödlichsten Gefechte des Krieges in der Ukraine. Im Keller war es so kalt, dass er schwere Erfrierungen an beiden Beinen bekam. Seine Unterschenkel waren nicht mehr zu retten und mussten amputiert werden. Für Vadim ein harter Schlag in bereits schlimmen Zeiten.
Doch HI wurde auf den älteren Mann aufmerksam und Reha-Spezialist Ruslan kümmert sich um Vadim und macht mit ihm wichtige Übungen, damit die Beine nicht taub werden.
„Zum Glück geht es mir gut! Das habe ich den medizinischen Teams zu verdanken, ohne sie wäre ich nicht mehr hier. Ich bin so dankbar, dass sie mein Leben gerettet haben!“, betont Vadim.
© O.Marikutsa / HI
Vadim hat durch den Krieg in der Ukraine beide Unterschenkel verloren ...weiterlesen
Ukraine: Unser Einsatz in Zahlen
Dank Ihrer Unterstützung haben wir bisher ...
... mehr als 230.000 Kinder und Erwachsene über die Risiken von Blindgängern aufgeklärt
... über 5.600 Menschen mit Reha-Sitzungen geholfen
... über 19.000 Menschen mit psychosozialer Hilfe unterstützt
... mehr als 2.199 Mitarbeitende in Physiotherapie ausgebildet, bzw. für psychosoziale Unterstützung geschult
... über 6.000 Krücken, Rollstühle und andere Hilfsmittel verteilt
(Stand: Januar 2026)
Unsere HI-Aufklärungsteams zeigen den Kindern in der Ukraine mit Broschüren, Postern und Faltblättern, wie Sprengfallen oder Minen aussehen. © R. Crews / HI
Die verheerenden Folgen der Bombardierungen
Noch immer sind viele Städte in der Ukraine Ziel verheerender Angriffe mit Explosivwaffen. Lebenswichtige Infrastruktur wie Krankenhäuser, Häuser, Wasserversorgung usw. wurde ebenfalls durch die Bombardierungen zerstört. Der massive und systematische Beschuss bevölkerter Gebiete hat die schlimmste humanitäre Krise in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst. Handicap International hat eine Studie in englischer Sprache zu dem verheerenden Einsatz von Explosivwaffen in der Ukraine veröffentlicht: "Out of Reach The Impact of Explosive Weapons in Ukraine – Focus on hard-to-reach areas ".
Handicap International fordert die sofortige Beendigung des Krieges sowie den Schutz der Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastruktur. Die Bombardierungen von bewohnten Gebieten müssen aufhören. Die Zivilbevölkerung in der Ukraine muss Zugang zu humanitärer Hilfe bekommen.
„Die Folgen des Einsatzes von Explosivwaffen in bewohnten Gebieten sind tragischerweise vorhersehbar. Die meisten der getöteten oder verletzten Menschen stammen aus der Zivilbevölkerung. Die Folge von Bombardierungen sind Tod, komplexe Verletzungen, dauerhafte Behinderungen und psychologische Traumata. Die Bevölkerung wird vertrieben und lebenswichtige Infrastruktur wie Schulen, Krankenhäuser, Brücken, die Stromversorgung und die Versorgung mit sauberem Wasser werden zerstört. Explosive Überreste bleiben und bedrohen die Bevölkerung über Jahrzehnte hinweg."
Dr. Eva Maria Fischer, Leiterin der politischen Abteilung bei HI-Deutschland
News von unseren Teams in der Ukraine
Ukraine: „Die Blindgänger machen mir Angst“ 28 November 2023
In mehreren Regionen im Osten der Ukraine klären wir die verbliebenen Bewohner und Bewohnerinnen über die Gefahren von explosiven Kriegsresten auf. Viele Dörfer sind komplett zerstört und voller Blindgänger. Die Felder sind oftmals vermint. Der 11-jährige Nazar ist einer der wenigen, die noch im Dorf leben. Er hat schon Reste von Explosivwaffen gesehen, die explodiert sind.
Ukraine: Hilfe für Helferinnen & Helfer 11 Juni 2025
In Bohoduchiw, einer Stadt in der Region Charkiw, die 100 Kilometer von der Front entfernt liegt, führt Handicap International (HI) Schulungen für Gesundheitspersonal durch – mit dem Ziel, Fähigkeiten im Bereich der psychischen Gesundheit zu stärken.
Ukraine: Die "Königinnen des Herbstes" gegen das Kriegs-Trauma 6 Februar 2024
Unsere Teams in der Ukraine organisieren Selbsthilfegruppen in Gemeinden, die besonders stark vom Krieg betroffen sind. Sie helfen den Menschen, ihre schrecklichen Erlebnisse zu verarbeiten, ihre Gefühle zu teilen, Beziehungen aufzubauen und ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken. Viele der Teilnehmerinnen sind älter, viele leiden unter chronischem Stress und ständiger Anspannung.
Ukraine: Katerynas offenes Ohr – ein Funken Hoffnung 26 Mai 2025
In Mykolajiw im Süden der Ukraine hilft Kateryna Menschen, die durch den Krieg alles verloren haben. Als Sozialarbeiterin von Handicap International (HI) begleitet sie Verletzte, Traumatisierte und Entwurzelte. Ihre Arbeit ist mehr als ein Beruf – sie ist eine Lebensaufgabe. Ihr Engagement zeigt sie am Beispiel von Mykola und Lidiia, einem älteren Paar, das durch eine Explosion fast alles verlor.
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